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Pflege bei einer Demenzerkrankung

Viele ältere Menschen erkranken an Demenz. Um weiterhin ein weitgehend selbstständiges Leben führen zu können, sind sie auf regelmäßige Pflege und Betreuung angewiesen. Wir von Dr. Weigl & Partner beantworten all Ihre Fragen rund um die Pflege und Pflegegrade.

Unser Team berät Sie gern kostenlos und unverbindlich zum Thema Pflege bei Demenz oder auch bei allen anderen Fragen der Pflege

Demenzkranke Menschen benötigen eine andere Form der Pflege als Pflegebedürftige mit körperlichen Einschränkungen. Während Personen mit einer körperlichen Erkrankung oder Behinderung allein aus ihrem körperlichen Unvermögen darauf angewiesen sind, Unterstützung bei der Körperpflege, bei der Bewegung oder bei der Einnahme von Mahlzeiten zu erhalten, unterscheidet sich die Situation von Demenzkranken: Sie sind, vor allem in frühen Stadien der Erkrankung, oftmals körperlich noch fit, doch die Fähigkeiten des Gehirns lassen nach.

Obwohl sie rein körperlich noch dazu in der Lage wären, sich selbst zu waschen oder Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen, verhindert das nachlassende Gedächtnis- und Erinnerungsvermögen, dass sie den Alltag selbstbestimmt gestalten können. Für die Pflegekräfte entstehen dadurch besondere Anforderungen, da sie nicht nur auf die körperlichen Schwächen, sondern auch auf den Verlust des Erinnerungsvermögens eingehen müssen.

Insbesondere für Angehörige ist die Pflege eines demenzkranken Familienmitglieds mit großen Herausforderungen verbunden. Es ist schwierig, damit umzugehen, wenn vertraute Personen nicht mehr erkannt werden oder sich das Wesen der erkrankten Person verändert. Wir unterstützen die Betroffenen – denn wir von Dr. Weigl & Partner sind Experten in Sachen Pflege. Fragen zum Pflegegrad-Antrag oder der Suche nach dem richtigen Pflegeheim beantworten wir kompetent. Damit Sie uns und unsere Arbeit kennenlernen, bieten wir Ihnen eine kostenfreie telefonische Erstberatung. Das Gespräch ist unverbindlich – wir freuen uns auf Ihren Anruf.

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Was ist Demenz und wie entsteht sie?

Die Demenz ist eine kognitive Erkrankung des Gehirns und betrifft vor allem Patienten ab einem einem Alter von rund 60 Jahren. Der Definition nach ist Demenz ein psychisches Syndrom, das im Zusammenhang mit degenerativen Erkrankungen des Gehirns auftritt – das Erinnerungs- und Denkvermögen verliert nach und nach seine Funktionsfähigkeit.

Die Defizite, die zu Beginn der Erkrankung nur schwach ausgeprägt sind, im weiteren Verlauf aber stark zunehmen, sind sowohl kognitiver als auch emotionaler Natur. Neben dem individuellen Denk- und Erinnerungsvermögen ist auch die soziale Interaktion mit Verwandten, Freunden und Fremden von der Erkrankung betroffen. Weil die Demenz bei einigen Betroffenen mit einer Veränderung der Persönlichkeit einhergeht, kann das Aufrechterhalten von Beziehungen zu Angehörigen und Bekannten einer harten Prüfung unterzogen werden. Während Persönlichkeitsveränderungen nur in Einzelfällen auftreten, sind von einer Demenz fast immer das Kurzzeitgedächtnis und das Denkvermögen betroffen, oftmals in Kombination mit Schwierigkeiten beim Sprechen und der Motorik.

So ist es am Anfang der Erkrankung in den meisten Fällen eine Störung des Kurzzeitgedächtnisses oder der Merkfähigkeit, die einen Hinweis auf Demenz geben kann. Im weiteren Verlauf kommen Störungen des emotionalen und sozialen Verhaltens sowie der Verlust der Orientierungsfähigkeit dazu. Besonders schwere Formen der Demenz können auch das Langzeitgedächtnis angreifen, sodass der Betroffene sein Wissen, seine Fähigkeiten und seine Fertigkeiten verliert, die er im Laufe seines Lebens erlernt oder erworben hat.

Medizinisch werden verschiedene Formen der Demenz unterschieden, für die häufig keine direkte Ursache ausgemacht werden kann. Die Form der Demenz, die am häufigsten auftritt, ist die Alzheimer-Demenz, die nicht reversibel ist; andere Formen der Demenz können teilweise durch gezieltes Training der Gedächtnisfunktionen aufgehalten oder verlangsamt werden.

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Pflege und Betreuung von Demenzkranken

Für demenzkranke Pflegebedürftige kommen verschiedene Varianten der Pflege infrage, die sich in der Regel nach dem Stadium der Erkrankung richten. Ebenfalls relevant ist die Frage, ob Angehörige die Pflege ganz oder teilweise übernehmen können und wie viel Geld dem Pflegebedürftigen zur Verfügung steht. 

Noch immer wird ein Großteil der Pflegebedürftigen, auch demenzkranke Personen, zu Hause gepflegt. In der Regel sind es enge Angehörige, die sich um die Betreuung kümmern, häufig unterstützt durch einen professionellen Pflegedienst, der zu bestimmten Zeiten die Pflege übernimmt. Pflegenden Angehörigen sollte von Beginn an klar sein, dass sie es bei einer Demenz mit einer tückischen Krankheit zu tun haben, die besondere Anforderungen an die Pflege und Betreuung stellt.

Je nachdem, in welchem Stadium der Demenz sich ein pflegebedürftiger Angehöriger befindet, müssen pflegende Familienmitglieder entscheiden, wo der Demenzkranke am besten aufgehoben ist – in der eigenen Wohnung mit regelmäßiger Betreuung, im Zuhause eines pflegenden Angehörigen oder in einem Pflegeheim. Entscheiden sich die Angehörigen dafür, die Pflege und Betreuung eines demenzkranken Pflegebedürftigen zu übernehmen, kann der Einsatz eines ambulanten Pflege oder die Unterbringung in einer Tagespflegeeinrichtung für eine wichtige Entlastung sorgen.

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Leistungen der Pflegeversicherung für Demenzkranke

Seit Anfang 2017 sind demenzkranke Pflegebedürftige körperlich erkrankten Pflegebedürftigen gleichgestellt. Im Rahmen einer großen Pflegereform wurden sowohl ein neuer Begriff der Pflegebedürftigkeit als auch das System der Pflegegrade, das die Pflegestufen ersetzt, eingeführt. Kognitive, sprachliche und psychische Beeinträchtigungen werden seitdem bei der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit in gleichem Maße berücksichtigt wie körperliche Symptome.

  • Beantragen demenzkranke Versicherungsnehmer bei der Pflegeversicherung einen Pflegegrad, können sie nach der Begutachtung durch einen Gutachter in einen der fünf Pflegegrade eingestuft werden.
  • Ab Pflegegrad 2 haben die Betroffenen Anspruch auf ein monatliches Pflegegeld oder Pflegesachleistungen.
  • Die Höhe der Pflegeleistungen ist vom individuell vergebenen Pflegegrad abhängig. Je höher der Pflegegrad, desto höher fallen auch die Leistungen aus.
  • Auch kombinierte Leistungen aus Pflegegeld und -sachleistungen sind möglich, um beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten einen Pflegedienst einzusetzen.
  • Darüber hinaus haben Pflegebedürftige auch Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel sowie finanzielle Unterstützung für die Tages- oder Nachtpflege, die Kurzzeit- oder Verhinderungspflege oder die wohnraumverbessernde Maßnahmen.
Eine Übersicht der Pflegeleistungen

Zusätzliche Angebote für demenzkranke Pflegebedürftige

In der Pflege von Demenzkranken ist es besonders für pflegende Angehörige wichtig, eine regelmäßige Auszeit von der Pflege zu nehmen. Ein Angehöriger, der 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für die Betreuung eines demenzkranken Familienmitglieds zur Verfügung steht, wird schnell an seine Belastungsgrenze stoßen. Deshalb ist es sinnvoll, die häusliche Pflege mit weiteren Angeboten, die teilweise auch von der Pflegeversicherung finanziell unterstützt werden, zu kombinieren. Vor allem wenn die pflegenden Angehörigen berufstätig sind, stellt die Pflege eines Demenzkranken sie ohne weitere Unterstützung vor eine beinahe unlösbare Aufgabe.

Zusätzliche Angebote, die in der Demenzpflege eingesetzt werden können, sind z. B. 

  • ambulante Pflegedienste,
  • Tages- oder Nachtpflegeeinrichtungen sowie
  • die Kurzzeit- und Verhinderungspflege.

Unsere Pflegeexperten von Dr. Weigl & Partner helfen Ihnen gerne beim Antrag auf Pflegeleistungen, wenn Sie oder Ihr Angehöriger finanzielle Unterstützung bei einer Demenzerkrankung benötigen. Wir helfen Ihnen bei den bürokratischen Angelegenheiten und allen weiteren Fragen zur Pflege. Auch für den Fall, dass der erste Antrag abgelehnt wurde und Sie den Widerspruch beim Pflegegrad anstreben oder sich die bisherige Pflegesituation seit der letzten Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) verschlechtert hat und Sie deshalb den Pflegegrad erhöhen wollen, helfen wir Ihnen auch gerne in diesen Prozessen.

Unsere erste telefonische Beratung ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

2019-06-17T11:51:21+02:00
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